24 Stunden von Dubai: Sebastian Asch verpasst Podium nur knapp

2018_02_01

Das neue Rennsportjahr begann dieses Wochenende (11. bis 13. Januar) mit einem Highlight: den 24 Stunden von Dubai. Der Langstreckenklassiker lockt jährlich viele internationale Top-Piloten aus den unterschiedlichsten Rennserien und hat einen Tag und eine Nacht beste Action und anspruchsvolles Racing zu bieten. Sebastian Asch war einer jener Rennfahrer, die sich der Herausforderung stellten. Nach hart umkämpften 24 Stunden belegte der zweifache ADAC GT Masters-Meister den vierten Rang in der GT4-Kategorie.

Bereits zum sechsten Mal ging der Ammerbucher mit seinem Vater Roland an den Start im Wüstenemirat. Das erfolgreiche Vater-Sohn-Gespann ergänzten Franjo Kovac und Cora Schumacher, selbst Rennfahrerin und Ex-Frau des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher. Damit stand eine Fahrerkonstellation mit Potenzial für einen Podestplatz.

Der Ammerbucher saß im Qualifying hinter dem Steuer und ließ seine ganze Klasse aufblitzen. Mit einer Zehntelsekunde Rückstand verpasste Sebastian Asch die Pole Position denkbar knapp. Von Startplatz zwei aus ging es für das Quartett ins 24-stündige Rennen. Sebastian Asch fuhr unter anderem den Startstint und lag nach einer Stunde bereits in Führung. Über weite Strecken hielten sich der Ammerbucher und seine Teamkollegen an der absoluten Spitze, doch ein technisches Problem bei Nacht zwang das Team zu einem knapp 20-minütigen Reparaturstopp. Die Siegchancen waren somit dahin, im Kampf um den letzten Platz auf dem Podest ging den vier Piloten die Zeit aus.

Damit bleibt ein respektabler vierter Platz in der GT4-Klasse. Zudem sicherte sich Sebastian Asch im 341. Umlauf die schnellste Rennrunde in der Klasse.

Sebastian, ihr habt das Podium bei den 24 Stunden von Dubai knapp verpasst. Wie zufrieden bist du mit dem Rennausgang?
Es war klasse, dass wir so gut mit dabei gewesen sind. Ohne die Reparaturzeit von knapp 20 Minuten, bin ich mir sicher, wir hätten den Klassensieg in der GT4 eingefahren. Ich bin in der Nacht ziemlich viel gefahren, um zu pushen und uns in eine gute Ausgangslage für ein Top-Ergebnis zu bringen. Aber das Motorproblem hat uns da leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Mit der schnellsten Rennrunde bei Nacht hast du dein Potenzial und jenes eures Gesamtpakets aufblitzen lassen. Wie viel bedeutet dir das?
Eine schnellste Runde bei solch einem schwierigen Rennen zu fahren, ist natürlich eine angenehme Bestätigung, dass ich mit meiner Pace extrem gut dabei gewesen bin. Es war wirklich schwierig, denn mit knapp fünf Kilometern ist der Dubai Autodrome für Langstreckenrennen schon sehr kurz. Da hast du jede einzelne Runde zu kämpfen. Du versuchst alles, um in deiner Klasse zu fighten, gleichzeitig bist du aber ständig am Überrunden langsamerer Autos und hast im Rückspiegel permanent die schnelleren GT3-Autos, die an dir vorbei wollen. Unter dermaßen schwierigen Verhältnissen ist die schnellste Runde schon eine Top-Leistung. Leider kann ich mir davon nichts kaufen, aber es tut trotzdem sehr gut.

Du hast das verpasste Podium bereits angesprochen. Woran lag es genau?
Wir hatten bei Nacht ein Problem am Motor. Ein Reparaturstopp war daher unumgänglich. Leider hat uns dieser Stopp 20 wertvolle Minuten gekostet. Dennoch haben wir danach alles gegeben, denn in einem 24-Stunden-Rennen kann so viel passieren, unsere Chancen auf einen Platz unter den Top-3 waren noch intakt. Wir haben auf der Strecke auch tatsächlich Zeit gutgemacht. Am Schluss hat es aber leider nicht mehr für einen Podestplatz gereicht, weil uns auftretende Bremsprobleme in der letzten Stunde in unserer Aufholjagd einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Es wäre schön gewesen, den bislang größten Erfolg, den ich 2009 mit Platz drei hier in Dubai gemeinsam mit meinem Vater feiern konnte, auch dieses Mal zu wiederholen. Schauen wir einmal, ob wir kommendes Jahr wieder zurückschlagen können.

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