Podium knapp verpasst: Sebastian Asch zeigt starke Leistung in Zandvoort

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Regen, Zandvoort und Sebastian Asch: Eine Kombination, die auf dem Papier absoluten Erfolg verspricht. In der Vergangenheit hatte er im ADAC GT Masters in Zandvoort bereits gewonnen und war insgesamt drei Mal auf dem Podium gestanden. Am vierten Saisonwochenende im niederländischen Zandvoort hatte sich der Ammerbucher gemeinsam mit seinem BWT Mücke Motorsport-Teamkollegen Stefan Mücke entsprechend einiges ausgerechnet.

Diese Erwartungen wurden im ersten Lauf des Wochenendes nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Nach dem Podiumserfolg auf dem Red Bull Ring gemeinsam mit DTM-Pilot Lucas Auer hatte der Mercedes-AMG GT3 von Asch 20 Kilogramm Erfolgsballast an Bord. Davon ließ sich Asch nicht beeindrucken und stellte seinen Boliden in der Startaufstellung für den ersten Lauf auf Rang fünf. Am Start ging der 31-Jährige keine unnötigen Risiken ein und konzentrierte sich auf den Speed über die Distanz. Gemeinsam mit Mücke überquerte er die Ziellinie auf Rang vier als zweitbester Mercedes-AMG GT3 des gesamten Feldes – trotz Erfolgsballasts im Auto.

Dieses Ergebnis sollte am Sonntag nochmals getoppt werden. Bei starkem Regen ging Teamkollege Mücke von Rang elf aus ins Rennen. Das Team hatte gepokert und das Auto auf abtrocknende Strecke abgestimmt. Dieses Risiko zahlte sich nicht aus, da es über das gesamte Rennen nass blieb. Nach einem unverschuldeten Dreher von Mücke übergab er das Auto schließlich auf Rang 20 an Asch. Gerade als der Ammerbucher bei seinen Lieblingsbedingungen die Aufholjagd beginnen wollte, ereilte das Duo der nächste Rückschlag: Der Boxenstopp hatte die vorgeschriebene Minimalzeit um 0,3 Sekunden unterschritten. Eine Durchfahrtsstrafe war die Konsequenz. Somit fand sich der BWT Mücke Motorsport-Pilot auf Rang 24 wieder. Trotz beherzter Aufholjagd und starken Überholmanövern blieben am Ende nur Rang 15 und damit keine Punkte.

Im ersten Lauf seid ihr mit 1,147 Sekunden Rückstand zu Rang drei knapp am Podium vorbeigeschrammt. Wie zufrieden bist du mit Rang vier gewesen?
Natürlich wäre das Podest super gewesen, ich bin aber nicht davon ausgegangen. Nach unserem Podiumsplatz auf dem Red Bull Ring hatten wir hier etwas mit dem Erfolgsballast zu kämpfen. Das habe ich schon im Qualifying gespürt. Ich bin die perfekte Runde gefahren und habe das Maximum herausgeholt. So war es auch im Rennen. Unser Grundspeed war wirklich gut, mit der Spitze konnten wir dennoch nicht ganz mithalten. Wir haben es mit einem frühen Stopp versucht und am Ende haben wir – auch durch etwas Glück – Rang vier erreicht. Das ist mehr als ich unter diesen Umständen erwartet hatte. Deshalb bin ich absolut zufrieden.
Im zweiten Rennen war genau dein Wetter, doch es lief einfach alles gegen euch. Wie fällt deine Bilanz aus?
Ich habe mich riesig gefreut, als ich das Wetter gesehen habe. Regen und Zandvoort sind einfach eine Mega-Kombination. Natürlich sind wir mit unserer Abstimmung etwas auf Risiko gegangen, aber das hätte sich auch auszahlen können. So hatte Stefan zu Beginn wirklich zu kämpfen. Er ist umgedreht worden und schließlich noch die Strafe; für mich war nichts mehr möglich. Ich hatte mega Spaß auf der Strecke und habe mir auch noch ein paar Autos geschnappt. Es überwiegt jedoch die Enttäuschung. Unser Auto war superschnell und wir hätten auf jeden Fall in den Top-10 landen und wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln können.

Bereits in zwei Wochen geht es auf dem Nürburgring weiter. Dort startest du erneut mit Lucas Auer. Wie zuversichtlich fährst du in die Eifel?
Der Mercedes-AMG GT3 sollte auf der Strecke gut funktionieren. Ich kenne den Nürburgring gut und mag den Kurs sehr gerne. Wir müssen versuchen, diesmal ein problemfreies Wochenende zu haben und viele Punkte für die Meisterschaft mitzunehmen. Mit Lucas hat die Zusammenarbeit am Red Bull Ring schon sehr gut geklappt und ich sehe keinen Grund, warum es am Nürburgring anders sein sollte. Ich freue mich jedenfalls auf das Wochenende.

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